Wie unsere FibreDrain-Technologie Ölrauch- und Ölnebelfiltration optimiert

Ölrauch und Ölnebel sind schädlich für die menschliche Gesundheit und können zu zahlreichen Problemen führen, wenn sie in einer Arbeitsumgebung freigesetzt werden. In industriellen Betrieben werden für die Reinigung der Luft von Ölpartikeln oft Techniken eingesetzt, die sich bestenfalls als nicht effizient erweisen, schlimmstenfalls aber sogar unzureichend sind. Nur eine Filterlösung, die neben einer hohen Abscheideleistung auch hervorragende Ableitungseigenschaften aufweist, kann solche Partikel wirtschaftlich abscheiden - sogar in Umgebungen und Anwendungen, wo Ölrauch und Ölnebel besonders weit verbreitet sind.

Was genau ist Ölrauch bzw. Ölnebel?

Ob es sich um Nebel oder Rauch handelt, wird von den Flüssigkeiten bestimmt, die an ihrer Bildung beteiligt sind und an ihrer Tröpfchengröße. Ölnebel besteht in der Regel aus einer wasserbasierten Emulsion (Kühlmittel), wobei das Öl einen Anteil von 2-10 % ausmacht; der Rest ist Wasser (wird für Schmier- und Kühlzwecke eingesetzt). Ölrauch wird aus reinem Öl gebildet und enthält kein Wasser. Deshalb sind das Öl und der daraus abgegebene Rauch potenziell brandgefährlich. Reines Öl und Wasseremulsionen werden oft bezeichnet als: MWF – Metallbearbeitungsflüssigkeiten.

Drehen, Fräsen, Schleifen, Bohren, Härten und Pressen zählen zu den gängigsten Verfahren, bei denen Ölnebel und Ölrauch entstehen können. Üblicherweise geschieht dies bei hohem Spüldruck, wenn die Emulsion auf ein schnell bewegtes oder drehendes Produkt aufgesprüht wird. Ölrauch entsteht analog bei den gleichen Anwendungen, allerdings unter Einfluss von Wärme.

Die Risiken von Metallbearbeitungsflüssigkeiten

In den letzten Jahrzehnten haben höhere Maschinengeschwindigkeiten und Produktivitätssteigerungen zu einer Erhöhung des Anteils an Ölnebel- und Ölrauchpartikeln beigetragen. Ölnebelpartikel sind tendenziell größer als Ölrauchpartikel und somit leichter abzuscheiden. Ölnebeltröpfchen sind in der Regel größer als ein Mikrometer, was wiederum bedeutet, dass sie leichter abzuscheiden sind als Partikel, die im Ölrauch ausgestoßen werden und meist kleiner als ein Mikrometer sind.

Die Risiken, die diese Stoffe mit sich bringen, sind vielfältig und beträchtlich und betreffen nicht unbedingt die Maschinen, die Metallbearbeitungsflüssigkeiten enthalten. Vielmehr akkumulieren die als Rauch oder Nebel ausgestoßenen Stoffe in HLK-Anlagen und/oder erzeugen verschmutzte, klebrige Oberflächen an Decken, Wänden, Böden, Treppenhäusern und/oder Maschinen. Zudem sind sie häufig karzinogen und gefährden somit unmittelbar die Gesundheit der in dem Betrieb arbeitenden Menschen. Sie können auch hautbezogene Probleme und Atemwegsprobleme verursachen. Ölnebelemissionen können zudem auf dem Boden und auf Maschinen Wasserlachen bilden, in denen sich Schmutz und Bakterien sammeln.

Erfassen der Ölpartikel

Für die Erfassung der gefährlichen Partikel aus der Luft muss ein effizienter Ölnebel-/Ölrauchabscheider mit einem entsprechend wirksamen Filtermedium installiert werden. Die Erfassung der Partikel ist in vielerlei Hinsicht der weniger komplizierte Teil des Vorgangs (wobei jedoch auch viele Abscheider eine unzureichende Leistung erbringen). Die größere Herausforderung liegt darin, eine ständige Verstopfung des Filters durch die abgeschiedenen Partikel zu vermeiden. Ohne fachgerechte Ableitung wären viele Filter innerhalb weniger Stunden vollkommen verlegt.

Methoden und Eigenschaften für eine effiziente Ableitung von Ölnebel/Ölrauch

Die Ableitung, also die Fähigkeit einer Flüssigkeit (oder eines Feststoffes), in das Filtermedium einzutreten und es wieder zu verlassen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. der Dichte von Flüssigkeit und Filtermedium, der Luftgeschwindigkeit sowie der Verteilung von Faserlänge und Faserdichte. In FibreDrain-Filtern werden die winzigen Öltröpfchen von mehreren Lagen Fasern erfasst. Die Filter sind zickzack- oder wellenförmig ausgeführt, um die Filterfläche und damit das Partikelabscheidevermögen zu vergrößern. Diese Konstruktion trägt auch dazu bei, die Luftgeschwindigkeit durch den Filter zu verringern, sodass mehr Partikel an den Fasern hängenbleiben. Durch die Oberflächenspannung der Faserfäden bleiben die Tröpfchen an den Fasern haften und koaleszieren mit anderen Tröpfchen. Grobe Fasern, wie sie in FibreDrain eingesetzt werden, besitzen im Vergleich zu feineren Fasern hervorragende Ableitungseigenschaften. Während feinere Fasern die Tröpfchen äußerst wirksam abscheiden können, sind sie nicht in der Lage, sie am Abfallen zu hindern. Gröbere Fasern dagegen schon.

Je anspruchsvoller die Anwendung, desto höher der Bedarf an nachhaltigen Lösungen

Bei der Entwicklung seiner FibreDrain-Ölnebel- und Ölrauchabscheider hat Nederman sehr viel Wert auf hohe Filtrationsleistung und eine lange Filterstandzeit gelegt. Selbst bei massiven Ölnebel-/Ölrauchkonzentrationen und ausgedehnten Betriebszeiten. In der Regel halten die Filter ein Jahr und benötigen während dieser Zeit nur geringe Wartung. FibreDrain hat sich als besonders nützlich in der Automobilbranche als auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie erwiesen, wo Ölnebel und Ölrauch weit verbreitet sind und andere Lösungen im Hinblick auf angemessene Luftfiltration häufig zu kurz greifen.

Anpassungsfähigkeit und Vorhersehbarkeit sorgen für ein modernes, benutzerfreundliches Ölnebel-/Ölrauchfiltrationssystem

Dank ihrer modularen Bauweise können FibreDrain-Filter auf vielfältige Weise eingesetzt und erweitert werden, z. B. je nach Größe des industriellen Prozesses oder einer bestimmten Maschine. Sie können sowohl an individuellen Arbeitsstationen als auch in Form zentraler Filtrationszentren eingerichtet werden. Die Größe des Filters richtet sich nach der Luftmenge, die von der Maschine durch den Filter strömen muss (in Kubikmetern pro Stunde), nicht nach der Partikelkonzentration. Jedoch lässt sich der Filter in gewissem Umfang abhängig von der Konzentration der gefährlichen Partikel anpassen – ein einzigartiges Merkmal der FibreDrain Ölnebel- und Ölrauchabscheider. 

In Kombination mit Nederman Insight erhalten Bedienpersonen rechtzeitig im Voraus Informationen über Filterwechsel und etwaigen Wartungsbedarf. Das so geschaffene System dürfte eine weitere Arbeitserleichterung sein, denn sowohl die Filtration selbst als auch die Wartung lassen sich leicht und effizient durchführen. 

Hier können Sie mehr über FibreDrain lesenBei Fragen zur Ölnebel- und Ölrauchfiltration stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte lesen Sie auch meinen neuen Artikel über mehr Sicherheit für Ihre Reinölanwendungen.