Gesundheitsrisiken durch Staub und Rauch

Schwebestaub und Rauch sind in vielen Industrien und Arbeitsstätten weit verbreitet. Obwohl diese Stoffe häufig gesundheitsgefährdend – viele sogar krebserregend – sind, ist bislang nur ein geringes Bewusstsein für das Problem vorhanden. Glücklicherweise wird diesem Thema zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Denn durch geeignete Absauganlagen und Kontrollverfahren können die Arbeitsbedingungen erheblich verbessert werden.

Wo besteht die Gefahr, gesundheitsschädlichem Staub oder Rauch ausgesetzt zu werden?

Staub und Rauch können in praktisch jeder Arbeitsumgebung entstehen. Die Folgen der Exposition sind unterschiedlich, aber die Exposition ist an und für sich immer ungesund. Einige Beispiele für Umgebungen, in denen es zur Exposition gegenüber Staub und Rauch kommen kann, sind:

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat die Staub- oder Rauchexposition?

Das hängt von der Art und dem Schweregrad der Exposition ab. Arbeiter in Großbäckereien, Lackierer und Arbeiter, die in der Elektronikindustrie Lötrauch einatmen, sind beispielsweise anfällig für berufsbedingtes Asthma; ebenso die Bediener von CNC-Maschinen, die Kühl- und Schmierstoffnebeln ausgesetzt sind. Die berufsbedingte Alveolitis ist in der lebensmittelverarbeitenden Industrie ein bekanntes Risiko. Wer bei der Arbeit mineralischen Stäuben ausgesetzt ist, läuft Gefahr, an verschiedenen Arten von Pneumokoniose (Staublunge) zu erkranken (z. B. Asbestose bei Asbest, Silikose bei Siliziumdioxid). Schweißer können an Lungenkrebs und der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung erkranken, die beide durch Stoffe verursacht werden, die in Schweißrauch vorkommen, z. B. Nickel und Chrom.

Die Kombination aus strengeren Vorschriften und einer Neueinstufung von Stoffen ist eine Entwicklung, die sich voraussichtlich fortsetzen wird.

Viele Fälle von Asbestose, Silikose und Lungenkrebs sind darauf zurückzuführen, dass man in der Vergangenheit viel zu wenig über Staub und Rauch wusste und schlechte Arbeitsverfahren angewandt hat. Was früher als völlig akzeptabel galt, ist heute verboten. Eine Entwicklung, die sich vermutlich fortsetzen und zu immer strengeren Vorschriften bezüglich der Exposition gegenüber Staub und Rauch führen wird. Stoffe und Prozesse, die früher als nicht krebserregend galten, wurden inzwischen als krebserregend eingestuft. Die kürzlich erfolgte Neueinstufung von Schweißrauch aus kohlenstoffarmem Stahl (Baustahl) durch die britische Arbeitsschutzbehörde HSE (Health and Safety Executive) deutet auf eine umfangreiche Neubewertung dieser Stoffe und der mit diesen, auch bei kleinen Stoffmengen, verbundenen Gefahren hin.

Die zukünftige Gesetzgebung wird die Grenzwerte für die Staub- und Rauchexposition voraussichtlich noch weiter senken

Da das Wissen über Stoffe und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit im Laufe der Zeit weiter zunehmen wird, ist mit einer schrittweisen Verschärfung der Expositionsgrenzwerte zu rechnen. Nehmen wir zum Beispiel Mangan, ein Stoff, der in Schweißrauch vorkommt. Man hat festgestellt, dass Mangan das Nervensystem schädigt und dass die wiederholte hohe Exposition sogar eine Krankheit auslösen kann, die als „Manganismus“ bzw. Manganvergiftung bezeichnet wird und ähnliche Symptome wie die Parkinson-Krankheit aufweist. Der aktuelle Arbeitsplatzgrenzwert für Mangan liegt bei 0,5 Milligramm pro m3 (bei einem zeitgewichteten Durchschnitt von acht Stunden). Die Europäische Union hat jedoch vorgeschlagen, den Grenzwert auf 0,2 Milligramm pro m3 zu senken. Es wird außerdem einen weiteren, konkreten Grenzwert für lungengängige Partikel geben: 0,05 Milligramm pro m3.

Fünf Möglichkeiten zur Bewertung der Staub- und Rauchexposition am Arbeitsplatz

Die Bewertung nach der Maßnahmenhierarchie ist ein guter erster Schritt, um festzustellen, wie ein Unternehmen die Staub- und Rauchexposition im Betrieb reduzieren kann. Unten finden Sie eine Liste der zu berücksichtigenden Faktoren:

  1. Beseitigung: Kann die Gefahr beseitigt werden?
  2. Ersatz: Kann die Gefahr durch etwas weniger Schädliches ersetzt werden?
  3. Technische Maßnahmen: Die Gefahren werden zwar nicht beseitigt, jedoch wird der Kontakt mit dem Arbeiter verringert.
  4. Organisatorische Maßnahmen: Können neue/andere Verfahren den Kontakt der Arbeiter mit den Gefahrstoffen verringern?
  5. Persönliche Schutzausrüstung: Obwohl dies in der Regel keine besonders wirkungsvolle Maßnahme ist, lohnt es sich, persönliche Schutzausrüstung zu berücksichtigen.

Was kann die Staub- und Rauchabsaugung von Nederman leisten?

Um die Exposition von Arbeitern gegenüber gefährlichem Schwebestaub und Rauch zu begrenzen, sind viele Absauglösungen von Nederman so konzipiert, dass möglichst viele Schadstoffe direkt an der Entstehungsquelle erfasst und abgesaugt werden. Filtrationslösungen hingegen sind darauf ausgelegt, möglichst viele Schadstoffe zurückzuhalten und die Schadstoffemissionen zu minimieren. Eine lokale Absaugung ist eine gängige und einfach anzuwendende Lösung, unabhängig davon, ob es sich um eine Hochvakuumabsaugung direkt am Werkzeug oder am Schweißbrenner, einen Absaugarm, einen Absaugtisch, eine Kabine oder eine Absaughaube handelt. Es gibt auch sekundäre Raumreinigungslösungen, mit denen sogenannte flüchtige Emissionen beseitigt werden können. Am Arbeitsplatz vorherrschende, veränderliche Bedingungen, wie z. B. der Durchzug, der entsteht, wenn Türen geöffnet und geschlossen werden, haben zur Folge, dass sich einige flüchtige Emissionen, unabhängig von der Wirksamkeit der an der Entstehungsquelle eingesetzten Absauglösung, der Erfassung an der Quelle trotzdem entziehen können. 

Wenn Sie Fragen zur Staub- und Rauchabsaugung am Arbeitsplatz haben, können Sie sich gerne unter info@nederman.de an uns wenden. Weitere Artikel über die Staub- und Rauchabsaugung, die Sauberkeit und Ordnung in Industriebetrieben, brennbare Stäube und viele andere Themen finden Sie hier im Nederman Knowledge Center.